Hennef

Aufgewachsen in Lohmar war Hennef für mich, trotz der räumlichen Nähe, immer eine eher uninteressante Nachbarstadt, zumal Siegburg, Bonn und Köln nur einen Katzensprung entfernt sind.

Seit nunmehr 2007 lebe ich in Hennef und habe den Umzug nie bereut. Nette Menschen in der Nachbarschaft und den Geistinger Wald vor der Haustür – ich fühle mich wohl hier.

 GEISTINGEN

„Sehr skurrile topologische Arrangements“, so hat Roman Tripler die Ansichten bezeichnet, die ich von Geistingen festgehalten habe. Manch einer wird sich fragen, welchen Wert es hat, anderer Leute Häuserfronten von der Straße aus abzulichten. Für mich sind es jedoch nicht irgendwelche Häuserfronten, für mich ist es „mein“ Geistingen. Gerade diese oft liebenswert hergerichteten Eingangsbereiche, aber auch verfallene Häuserecken oder auch wirklich skurill anmutende Vorgärten sind doch Sinnbild für die Vielfalt, die uns täglich umgibt. Diese Vielfalt und Individualität von Hennefs ältestem Stadtteil möchte ich dokumentieren und zeigen.

STILLE ORTE

„Begegnung“ war mein Arbeitstitel. Entstanden sind Bilder von Plätzen und Orten in Hennef an denen sich Menschen begegnen. Man geht spazieren, Kinder spielen, man wartet auf den Bus oder feilscht auf dem Flohmarkt. Doch nun sind die Plätze menschenleer. Es herrscht Einsamkeit und Stille. Eine Stadt ohne Bewohner. Die Plätze scheinen sich auszuruhen und darauf zu warten, dass sie sich wieder mit Leben füllen, wie eine Bühne vor der nächsten Aufführung. Die Orte reduzieren sich auf sich selbst. Stille Orte.